Ausschnitte aus Pressetexten

Jazz Podium 03/2012 über die CD "Sensual Conversations" (BBM 2019):
Der Stuttgarter Pianist Werner Lener hat alle Stücke arrangiert, die neben dem Solo- und Duo- meist im Trio-Format gehalten sind. Da ist zunächst aus dem Klassik-Bereich eine "Passacaglia" Georg Friedrich Händels und im weiteren die bekannte "Sonate Pathétique" von Ludwig van Beethoven. Sie werden beide von jedem Trio-Mitglied feinsinnig und differenziert dem Jazz anverwandelt, nicht pejorativ "verjazzt". Den größten Teil der CD bildet das Kompositionspotential Leners, eine Art Emanzipation in seiner Arbeit. Es sind in Komposition und Durchführung Titel in der großen Bandbreite an Möglichkeiten: am Anfang steht ein "Waltz dolce", up-tempo mit entsprechendem Drive ist "Fast Lane" angelegt, in moderatem Tempo ist, im Duo von Piano und Bass gespielt, die Komposition mit der poetischen Bezeichnung "Strolling on a cloud" gehalten. Dann ist auch der Latin-Stil mit "Ride my bicycle" vertreten, und schließlich sind noch zwei Balladen dabei: "Tender feelings" und "Wintersun". Und nicht erst jetzt wird deutlich, dass die Einspielung nicht nur Sinnliches (siehe Plattentitel) enthält, sondern auch Rationales, etwa was das im Jazz neben der Improvisation ähnliche Prinzip der Formgebung der Musik anbetrifft, die dadurch hinzugewinnt. (Horst-Dieter Stiefelmaier)

Jazz Podium 04/2010 über die CD "Finger Tales" (BBM 2018):
Auf dieser CD kann Lener völlig frei seine Fertigkeiten präsentieren. Dies meint auch das Komponieren, denn abgesehen von einer Bearbeitung der "Norwegischen Tänze" von Edvard Grieg ist alles aus seiner Feder. Stilistisch erinnert das Album sehr an Oscar Peterson, dem großen Vorbild Leners, aber auch an den frühen Monty Alexander. Ebenso gibt es Lateinamerikanisches - genau gesagt Kubanisches, Karibisches und ungerade Taktzahlen, aber überall gibt es eine ganze Menge Swing. Eine brillante Trioplatte. (Markus Köhler)

Jazz Podium 07/2009 über die CD "Finger Tales" (BBM 2018):
"Finger Tales" des Werner Lener Trios ist eine Liebhaber-Aufnahme eines aktiven Jazzenthusiasten, der mit dem "American Jazz" von der Pike auf aufgewachsen ist und schon einen Buckel von Erfahrungen vorweisen kann. Zusammen mit Thomas Krisch, b, und Lars Binder, dr, hat Lener inzwischen seine siebte CD auf dem eigenen Label veröffentlicht, die ihn im Banne Oscar Petersons agieren lässt. Er zeigt dabei ganz unterschiedliche Spannungsbögen, etwa die einer Miniaturisierung, einer rhythmischen Pulsation, eines schwelgerischen Auftrumpfens im Geiste Edvard Griegs und eines gesunden Umgangs mit Raum, Klang und Zeit. Nahtlos werden Walzer, Calypso, Blues, kubanische Musik und Elemente der Klassik (z. B. Inventionen von J.S. Bach) in den Jazz inkorporiert und swingend verpackt. (Ulfert Goeman)

Jazz Podium 09/2008 über die CD "New Darktown Jazz Band" (BBM 2010):
Auf dem Album ist alles drauf, vom Blues bis hin zur swingenden Bop-Nummer - "Careless love", Jelly Roll Mortons "Sidewalk blues" und Charles Mingus' "Mr. Jelly Roll Soul". Diese Band hat ein stilistisch äußerst breites Spektrum. Sie verleugnet die Geschichte nicht, sondern fügt Vorhandenes so zusammen, dass es etwas vollkommen Neues ergibt. Im Falle des "Boogie Bop" etwa erschaffen die charakteristische flatterhafte leicht hektische Bop-Melodie und der Anteil Boogie Woogie eine aufregende Mischung. Der "Pianofighter Rag" macht dagegen auch auf die oft unterschätzten karibischen Wurzeln des Jazz aufmerksam. (Markus Köhler)

Jazz Podium 05/2007 über die CD "A Closer Look" (BBM 2017):
Der Pianist und Komponist Werner Lener ist ein Meister der Balladenkunst. Wie nur wenige versteht er es, die Ästhetik einer Melodie klingen zu lassen, ohne sie mit übertriebener Virtuosität zu strangulieren. Auf seiner neuesten CD präsentiert Lener zusammen mit seinem eingespielten Trio einen bunten Strauß eigener Kompositionen. Bei sieben Stücken ist als Gast Klaus Osterloh, Trompeter der WDR Big Band, mit von der Partie. Osterloh passt hervorragend zum Spielideal von Lener, verfügt er doch über einen sehr lyrischen, manchmal fragilen Ton, der fast wie von einem Flügelhorn klingt, und seine überaus einfallsreiche Phrasierung. Wunderbar seine Interpretation von "Distant lights" und von "My own", einer sehr intimen Ballade, die auf keiner von Leners Produktionen fehlen darf. Herrlich auch das abschließende Piano-Trompete-Duett von Lener und Osterloh beim Standard "Carry me back to old Virginny". Insgesamt wieder ein sehr individuelles, liebevoll eingespieltes Album von Werner Lener und seinen kongenialen Kollegen. (Andreas Geyer)

Stereoplay 04/2007 über die CD "A Closer Look" (BBM 2017):
Wenn Pianist Werner Lener Platten aufnimmt, verzichtet er meist auf Standards und rückt eigene Themen ins Zentrum. Insbesondere seine Balladen haben einfühlsame Melodien. Hier und in den anderen acht Titeln swingt sein Trio voll Spielfreude, wobei gelegentlich auch eine Portion Bebop zu spüren ist. Als vierter Mann bläst Klaus Osterloh in sieben Stücken mit sanftem, oft fast brüchig wirkendem Ton Trompete. (H.Sterner)

Jazz Podium 11/2005 über die CD "Back To Rag" (BBM 2016):
Werner Lener hat seine Wurzeln nicht vergessen: Auf der Solo-CD stellt der Pianist selbst komponierte Rags und Balladen vor. Mit seiner sublimen Anschlagskultur und seinen ideenreichen Improvisationen formt er jedes Stück zu einem kleinen Meisterwerk. Dabei kombiniert er Idiome aus der Klassik, vor allem aus der Romantik, mit reizvollen rhythmischen Verschiebungen, wie etwa bei "Tender feelings", einer wunderschönen Ballade. Im komplexen "Majestic rag" baut er geschickt Elemente von Klassik, Swing und Rock'n'Roll zu einem stimmigen Stück zusammen; rasende Läufe stehen nahtlos neben vertrackten Harmonie- und Rhythmuswechseln. (Andreas Geyer)

Jazz Podium 12/2004 über die CD "A New Horizon" (BBM 2014):
Werner Lener ist ein Maler mit Tönen, der wunderbar filigrane Stimmungsbilder schaffen kann, nachfühlbar für den Hörer, nie überladen. Dabei bedient er sich ganz unterschiedlicher Inspirationsquellen aus dem Jazz: Boogie-Woogie-Figuren finden sich ebenso in seinem Spiel wie Bop-Einflüsse, Swing oder West-Coast-Elemente. Alle 13 Stücke hat Werner Lener komponiert. Insgesamt ein sehr intensiver, intimer musikalischer Exkurs von kongenialen Musikern, die den Hörer in ihren Bann ziehen. (Andreas Geyer)

Jazz Podium 12/2004 über die CD "My favorite things" (BBM 2013):
Mit traumwandlerischer Sicherheit ergründet Werner Lener zusammen mit der Sängerin Eva Württemberger die Tiefe und den einnehmenden Charme von Balladen. Selbst so häufig gehörten Balladen wie "The nearness of you" oder "Somewhere over the rainbow" geben sie mit ihren konzentrierten, von allem Zierrat befreiten Interpretationen eine anrührende Unmittelbarkeit. In einer hektischen Welt lauter Töne ist das wie ein Bad in einer Klangoase. (Andreas Geyer)

Jazz Podium über die CD "Colours" (SDP 1033):
Wie kleine Klanggemälde wirken seine Kompositionen, die beim Zuhörer viele Assoziationen wecken. Lener hält auf seiner musikalischen Palette verschiedenartige Klangfarben und Stilrichtungen bereit: Von der einschmeichelnden Ballade "Leaves in the wind" über Stridepianoklänge bei "Partly raggy" bis zum zupackenden Bebop "Walking forward not back" reicht das Spektrum. Stets bleibt der feine Swing das verbindende Element seines Vortrags. Lener ist einer der ganz großen Individualisten, der sich nicht in Schubladen zwängen lässt. (Andreas Geyer)

Jazzzeitung über die CD "Colours": 
Der Pianist Werner Lener ist auch als Komponist enorm vielseitig. Für nicht weniger als vierzehn Nummern auf seiner neuen Trio-Scheibe zeichnet er verantwortlich. Und die Fünfzehnte? Weber goes Jazz heißt hier das nicht alltägliche Motto, denn Lener hat mit "Leise, leise, fromme Weise" eine Melodie aus dem "Freischütz" in eine schöne Ballade ohne modernistische Verrenkungen umgedeutet, die von Herbert Wachters Besenarbeit fein konturiert wird. Wie überhaupt das Interplay dieser von Thomas Krisch am Bass komplettierten Formation sich als besonders hörenswert erweist. Hinzu kommen Pierre Paquettes sensible Gastspiele an Klarinette und Altsax, die den "Waltz Beautiful" ebenso bereichern wie sie der Take-Five-Paraphrase "Quintessential" den angemessenen Desmond-Touch verleihen, ohne in bloßer Kopie stecken zu bleiben. (Juan Martin Koch)

Süddeutsche Zeitung: 
Werner Lener, der virtuose und sympatische Pianist aus Stuttgart, brachte bei dem gut zweistündigen Konzert eindrucksvoll auf den Punkt, was Jazz ist - die Kunst zu improvisieren, sich musikalisch zusammen zu finden und jede Menge Spaß dabei zu haben. (Christina Centner)

Stuttgarter Zeitung über die CD "Personal Moments":
Der Stuttgarter Pianist Werner Lener hat in der Szene längst einen guten Namen als Pianist mit großer stilistischer Bandbreite. Werner Leners "Take A Bebop" gibt Pierre Paquette Gelegenheit zu einem agilen Solo auf dem Altsaxophon, in dem er die leichten, federnden Tonsprünge des Bebop mit seiner eigenen Neigung zu weit geschwungenen Improvisationen verbindet. In "The Peacocks" und "Come Spring" bläst er mit wunderbar singendem Ton Klarinette. Im "Boogie Bop" bilden Baß und die linke, kraftvoll in die Tasten greifende Hand von Werner Lener eine perfekte Einheit. (Werner Stiefele)

Jazz Podium über die CD "Personal Moments": 
Zeitloser Jazz auf hohem Niveau mit spannender Ruhe oder temperamentvollem Groove vorgetragen. Wie in einem Kaleidoskop setzt er Stilelemente aus Swing, Bebop, Ragtime oder Boogie-Woogie so zusammen, daß sie in der neuen Konstellation ungewohnt anders klingen. Acht der zehn Kompositionen auf dieser CD hat Lener komponiert: Seine Stücke sind geschmackvoll, durchdacht aufgebaut, nichts klingt überflüssig.
Als Pianist hat er zu einem sehr persönlichen Stil gefunden, aus dem so unterschiedliche Einflüsse wie die von Oscar Peterson, Bill Evans oder Chick Corea herauszuhören sind. Bei vier Titeln ist außerdem auch der aus Boston stammende und in Deutschland lebende Klarinettist und Saxophonist Pierre Paquette zu hören. Auf dem Altsaxophon phrasiert er fluent mit einem vibratolosen Ton. Als technisch versierter Klarinettist überzeugt er mit zwei wunderschönen Balladeninterpretationen von "The Peacocks" und "Come spring". (Andreas Geyer)

Stuttgarter Zeitung:
Es war ein Programm voller Drive mit enormer Bandbreite. Werner Lener präsentierte mehrere Eigenkompositionen und Thomas Krisch und Herbert Wachter an Baß und Schlagzeug improvisierten mit viel Witz und Spielfreude.

Jazz Podium  über die CD "My own":
Seit vielen Jahren zählt Werner Lener zu den vielseitigsten Pianisten in Deutschland; er prägte mit seinem schlüssigen, intelligenten Spiel viele Bands vom Dixieland bis zum Modern Jazz. Es spricht für das Können des Stuttgarter Pianisten, daß ihn viele amerikanische Gaststars wie Wild Bill Davison, Woody Shaw oder Yank Lawson immer wieder als Begleiter verpflichtet haben.  "My Own" ist ein ganz persönliches Credo als Musiker, die Quintessenz aus einer langen Jazzkarriere. Wie nur wenige versteht es Lener meisterhaft, musikalische Geschichten zu erzählen, Stimmungen einzufangen.
In Thomas Krisch am Baß und Herbert Wachter am Schlagzeug sind Musiker an seiner Seite, die sich eher als Partner denn als Begleiter verstehen. Bei vier Stücken ist der baden-württembergische Jazzpreisträger von 1991, der Saxophonist Klaus Graf, mit von der Partie. Er bereichert das Lener-Trio vor allem mit seinen ausgereiften Balladeninterpretationen auf dem Sopransax bei "My Own" und "Waltz for Bette". (Andreas Geyer)

Stuttgarter Zeitung über die CD "My own":
Es fällt schwer, sich dem Sog von Werner Leners "Turnaround" zu entziehen. Eine stete Baßfigur von Thomas Krisch, dazu das vielschichtige und inspirierte Spiel von Herbert Wachter auf dem Schlagzeug und dem Bandleader auf dem Klavier ziehen den Hörer in ihren Bann. Werner Lener hat sich längst einen exzellenten Namen in der swingenden Jazzszene erspielt.
Mit der Trio-Platte "My Own" legte der Stuttgarter Pianist nun seine Debutscheibe vor. Sie ist das reife Debut eines Pianisten, der bisher meist im Schatten seiner Bandleader stand. (Werner Stiefele)

 

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